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ARTIKEL

2009: Gravierender Einbruch beim Welthandel

Druck-Version (PDF)Weitere Artikel finden Sie in unserem Artikel-Archiv und auf der Übersichts-Seite zu unserem Schwerpunkt-Thema China!

 

Die globale Finanzmarktkrise hinterlässt auch beim Welthandel immer stärkere Bremsspuren. Die realen Warenausfuhren stiegen 2008 nur noch um 2 % - deutlich geringer als im 10-Jahres-Durchschnitt von 6 %. Für 2009 zeichnet sich ein Einbruch des Welthandels von 9 % ab. Deutschland blieb 2008 nochmals Exportweltmeister, dürfte aber 2009 von China überholt werden. Der seit Jahren beschworene Abschluss der Doha-Runde erscheint aufgrund veränderter internationaler Prioritäten bei der Krisenbekämpfung nicht wahrscheinlicher geworden. Gleichwohl scheinen die G20-Staaten ein Wiederaufleben des Protektionismus verhindern zu wollen.

 

Zeitlich passend zum Weltfinanzgipfel am 2. April in London hat die Welthandelsorganisation WTO bereits Ende März erste Zahlen zur Außenhandelsentwicklung des Vorjahres vorgelegt. Der gleichzeitige pessimistische WTO-Ausblick für 2009 war inhaltlich eine Steilvorlage für das ambitionierte G20-Treffen der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer, denn er unterstrich den Handlungsdruck für ein koordiniertes wirtschaftspolitisches Vorgehen auf globaler Ebene.

 

Die aktuellen WTO-Zahlen zeigen die starke Abschwächung, die die globale Finanzmarktkrise schon im Jahresverlauf 2008 in der Realwirtschaft hinterlassen hat. Gemäß den Genfer Statistikern konnte der globale Warenexport 2008 in realer Rechnung nur noch um 2 % zulegen - nach 6 % sowohl im Vorjahr als auch im Schnitt der letzten 10 Jahre. Dies war das schlechteste Ergebnis seit der Stagnation in 2001. Es war damit auch nicht einmal halb so hoch wie die WTO-Schätzung von 4,5 % vom April 2008, wobei die WTO aber schon damals auf die Abwärtsrisiken für ihre Prognose durch die Finanzmarktkrise hingewiesen hat. Dem unerwarteten und scharfen Produktionseinbruch im 4. Quartal konnte sich auch der Welthandel nicht entziehen. Anders als in den expansiven Vorjahren war sein Zuwachs 2008 sogar geringer als das Wachstum der Weltwirtschaft. Dieses belief sich gemäß dem neuesten World Economic Outlook des IWF für 2008 auf 3,2 % (nach 5,2 % in 2007). Das war der schlechteste Wert seit den Krisenjahren 2001/2002 im Zuge des Platzens der Internet-Blase.

 

2008: Globale Exporte von fast 20 Bio. $

Beachtenswert war 2008 trotzdem wieder die absolute Größenordnung und die sich dahinter verbergende langfristige Dynamik des Welthandels: Im letzten Jahr stieg der Nominalwert der von der WTO erfassten Güterexporte um rund ein Sechstel auf insgesamt 19,5 Bio. $. Vier Fünftel dieser Summe entfiel auf Waren-, das übrige Fünftel auf Dienstleistungsausfuhren. Gemessen an der weltweit erbrachten Wirtschaftsleistung, die vom IWF für 2008 auf 60,5 Bio. $ geschätzt wird, entsprachen die Ausfuhren einer "Weltexportquote" von beachtlichen 32 %.

 

Die weltweiten Warenexporte haben sich in nominaler Rechnung mit nunmehr 15,8 Bio. $ seit 2003 fast verdoppelt. Der Zuwachs belief sich 2008 wieder auf 15 %. Das Plus war zum Teil auch auf im 1. Halbjahr nochmals stark gestiegene Rohstoffpreise zurückzuführen: Erinnert sei besonders an den kurzzeitigen Anstieg der Rohölpreise auf fast 150 $/b. Gemessen am IWF-Preisindex verteuerten sich Energierohstoffe im Jahresdurchschnitt 2008 um weitere 40 % und Nahrungs- und Genussmittel legten um jeweils 23 % zu. Agrarrohstoffe fielen um 1 %, während die Metalle, bei denen es 2006/2007 den größten Anstieg gab, als "Frühindikator" krisenbedingt schon um 8 % nachgaben. Durch den breiten Preisrückgang im ganzen Rohstoffkomplex dürften die globalen Ausfuhren 2009 daher nominal noch stärker als real einbrechen.

 

Die WTO verweist ferner auf die Aufwertung des US-Dollar gegenüber wichtigen Währungen im Jahresverlauf 2008. Nachdem der Euro, der kanadische Dollar, das britische Pfund und der koreanische Won jahrelang gegenüber dem US-Dollar aufgewertet hatten, kehrte sich dieser Trend im Zuge der Verschärfung der Finanzkrise abrupt um. Das Handelswachstum dieser Regionen in $-Werten unterzeichnet daher die reale Entwicklung. Allerdings haben dieses "Aggregations-Problem" in Zeiten starker Wechselkursbewegungen nicht nur die WTO-Zahlen, sondern viele globale Statistiken.

 

Die globalen Dienstleistungsausfuhren legten 2008 nominal um 11 % auf 3,7 Bio. $ und damit etwas schwächer als in den beiden Vorjahren zu. Das ist allerdings eben-falls eine Verdopplung im Vergleich zu 2003. Innerhalb der "commercial services" nahmen die Transporte nicht zuletzt durch die gestiegenen Treibstoffkosten mit 15 % am stärksten zu, während der Reiseverkehr und die "other commercial services" jeweils ein Plus von 10 % verbuchten. Die WTO verweist aber explizit auf die Vorläufigkeit und die per saldo größere Ungenauigkeit der Dienstleistungsdaten.

 

Regionalstruktur: EU-27 bleibt vorne

Auch wenn das nominale Wachstum der Exporte 2008 mit 15 % (nach 16 % in beiden Vorjahren) fast gleich blieb, verlief die regionale Entwicklung auch diesmal nicht gleichmäßig. Die Regionen mit einem großen Energieanteil an ihren Warenausfuhren, namentlich der Nahe Osten, die GUS-Staaten und Afrika, konnten nach dem schwächeren Vorjahr ihre Exporte 2008 nominal wieder um ein Drittel steigern. Nimmt man noch Lateinamerika als Rohstoffexporteur hinzu, so hatten diese vier Regionen einen Anteil von zuletzt schon 18,5 % am Weltexport. Trotz der Zuwächse wird der Welthandel aber weiter von der Triade, also Europa, Asien und Nordamerika, dominiert (vgl. Tab. 1), wobei Asien mit 15 % die größte Dynamik aufwies.

 

 

Tabelle 1: Warenhandel 2008 nach Regionen

    Exportwert
(in Mrd. $)
Zuwachs
(in %)
Anteil
(in %)
Nachrichtlich:
Importwert
(in Mrd. $)
1 Europa 6456 12 40,9 6833
2 Asien 4355 15 27,6 4247
3 Nordamerika 2049 10 13,0 2909
4 Naher Osten 1047 36 6,6 575
5 GUS 703 35 4,5 493
6 Lateinamerika 602 21 3,8 595
7 Afrika 561 29 3,6 466
 Nachrichtlich:
  LDC 176 36 1,1 157
  Welt 15775 15 100,0 16120
 
Quelle: WTO World Trade 2008 (Press release 554), eigene Berechnungen

 

Blickt man auf die Ausfuhranteile, so dominiert weiter Westeuropa mit 41 % - dank des jahrzehntelangen und weit fortgeschrittenen Integrationsprozesses in Westeuropa. Der Anteil der EU-27 liegt allein bei 37,5 % (Wenn man den Intra-EU-Handel nicht mehr als echten Außenhandel wertet und herausrechnet, betrug der Anteil des EU-Extrahandels am globalen Warenexport immer noch 16 %).

 

Der Anteil Asiens lag 2008 bei 27,5 %, wobei Indien mit einem Exportzuwachs von 22 % sogar China (17 %) übertraf und das größte Plus aller Nicht-Rohstoffexporteure (vor Polen und Tschechien mit jeweils 20 %) aufwies. Nordamerikas Exportanteil belief sich zuletzt auf 13 %: Von den drei NAFTA-Ländern konnten nur die USA zweistellig zulegen, während dies Mexiko und Kanada trotz ihrer Rohstoffpreishausse nicht gelang.

 

2008: Deutschland verteidigt nochmals den Titel des Exportweltmeisters

Der Blick auf die vielbeachtete WTO-Länderrangliste zeigt wiederum eine hohe Konzentration. Denn die TOP 10-Länder vereinten 2008 allein die Hälfte der globalen Warenausfuhren auf sich - nimmt man die TOP 30, so kommt man auf über 80 % (vgl. Tab. 2). Dies zeigt, dass die internationale Arbeitsteilung immer noch vornehmlich eine Sache der Industrie- und Schwellenländer ist. Immerhin konnte die von der Globalisierung noch wenig profitierende Gruppe der ärmsten Entwicklungsländer (LDC) anders als 2007 wieder überproportional zulegen. Trotz eines Exportzuwachses um ein Drittel auf 176 Mrd. $ nahm ihr Anteil am globalen Warenhandel aber nur leicht auf 1,1 % zu.

 

Deutschland vermochte seinen Spitzenplatz 2008 mit einem Anteil von 9,1 % noch einmal knapp vor der Volksrepublik China (8,9 %) verteidigen. Mit +11 % (nominal, in $-Rechnung) wuchsen die deutschen Exporte - ähnlich wie die anderer EU-Länder - diesmal schwächer als die globalen Ausfuhren insgesamt. Da die deutschen Exporte dieses Jahr krisenbedingt überdurchschnittlich zurückgehen dürften, wird die Bundesrepublik 2009 sehr wahrscheinlich von China als Exportweltmeister abgelöst werden (vgl. dazu auch unseren Artikel "Deutscher Außenhandel 2008: Nur leicht rückläufiger Überschuss, aber der Abschwung kommt erst noch" vom April 2009).

 

 

Tabelle 2: TOP 10 der Warenexporteure 2008

  Land Wert
(in Mrd. $)
Zuwachs
(in %)
Anteil
(in %)
Nachrichtlich:
Importanteil
(in %)
1 Deutschland 1465 11 9,1 7,3
2 VR China 1428 17 8,9 6,9
3 USA 1301 12 8,1 13,2
4 Japan 782 10 4,9 4,6
5 Niederlande 634 15 3,9 3,5
6 Frankreich 609 10 3,8 4,3
7 Italien 540 10 3,3 3,4
8 Belgien 477 10 3,0 2,9
9 Russland 472 33 2,9 1,8
10 Großbritannien 458 4 2,8 3,8
 
  TOP 10 8166 13 50,7 51,7
  TOP 30 13120 15 81,4 81,7
  Insgesamt 16127 15 100,0 100,0
 
Quelle: WTO World Trade 2008 (Press release 554), eigene Berechnungen

 

Auf den nächsten Plätzen hinter den USA (8,1 %) folgen mit Abstand Japan, die Niederlande, die mit Frankreich getauscht hat, vor Italien und Belgien. Russland hat sich 2009 rohstoffpreisbedingt auf Platz 9 vorgearbeitet. Bei Großbritannien, nunmehr auf Platz 10 abgerutscht, spielen auch die statistischen Umstellungen seit 2007 eine Rolle. Die G8-Staaten dominieren also noch die TOP 10, aber andere Länder holen immer mehr auf. So findet man auf den folgenden Plätzen 11 bis 20 neben Kanada, Spanien und der Schweiz bereits 7 Schwellenländer. Diese strukturellen Verschiebungen dürften der immer lauter werdende Kritik an den nach wie vor primär auf den G8-Kreis beschränkten Weltwirtschaftsgipfeln neue Nahrung verschaffen. Immerhin hat man mit diesem Weltfinanzgipfel im Rahmen der G20 der globalen Realität schon besser Rechnung getragen.

 

Dienstleistungsexporte 2008: Deutschland auf Platz 3

Bei den Dienstleistungsexporten (vgl. Tab. 3) findet man Deutschland mit einem Anteil von gut 6 % auf Platz 3 - deutlich hinter den USA (14 %) und Großbritannien (7,5 %). Japan belegt hier ebenfalls Rang 4 vor Frankreich und Spanien als großem Tourismusziel. China als Nr. 7 ist gleichfalls auf dem Vormarsch und Indien konnte 2008 in die TOP 10 zurückkehren. Ähnlich wie beim Warenhandel haben die TOP 10 bzw. TOP 30 auch bei den "services" hohe Anteile von 52 % bzw. 84 %.

 

 

Tabelle 3: TOP 10 der Dienstleistungsexporteure 2008

  Land Wert
(in Mrd. $)
Zuwachs
(in %)
Anteil
(in %)
Nachrichtlich:
Importanteil
(in %)
1 USA 522 10 14,0 10,5
2 Großbritannien 283 2 7,6 8,2
3 Deutschland 235 11 6,3 5,7
4 Frankreich 153 6 4,1 4,8
5 Japan 144 13 3,9 4,4
6 Spanien 143 11 3,8 3,9
7 VR China 137   3,7 3,8
8 Italien 123 12 3,3 3,1
9 Indien 106   2,8 3,0
10 Niederlande 102 8 2,7 2,7
 
  TOP 10 1948   52,2 50,1
  TOP 30 3135 11 84,1 81,7
  Insgesamt 3730 11 100,0 100,0
 
Quelle: WTO World Trade 2008 (Press release 554), eigene Berechnungen

 

Welthandel 2009: WTO erwartet Rückgang um 9 %

Für 2009 rechnet das Genfer WTO-Sekretariat mit einem realen Rückgang der Warenexporte um 9 %, dem stärksten Rückgang seit dem zweiten Weltkrieg. Mit einem Rückgang um 10 % werden die Industrieländer am stärksten betroffen sein, aber auch bei der Gruppe der Entwicklungs- und Schwellenländer wird ein Minus von 2 bis 3 % erwartet. Das passt zur nunmehr für 2009 prognostizierten Weltrezession, denn der IWF geht in seinem jüngsten "World Economic Outlook" sogar von einem globalen BIP-Rückgang von 1,3 % aus. Dabei ist besonders nachteilig, dass der Abschwung diesmal von besonders synchroner Natur ist, also nicht nur auf eine Ländergruppe oder Region beschränkt bleibt. Gerade die vielbeschworene Entkopplungsthese, nach der sich starke Schwellenländer wie China oder die gesamten BRIC-Länder als weniger anfällig erweisen dürften, hat sich leider kaum bestätigt.

 

Umgekehrt als in den Boomjahren kommt diesmal eine Art negativer Multiplikatoreffekt zum Tragen. Während die verstärkte internationale Arbeitsteilung die Weltwirtschaft zu einem vielschichtigen Produktionsprozess mit einem breit gestreuten Bezug von Vorprodukten geführt hatte, durch den das Welthandelswachstum fast doppelt so stark wie der der globale Output stieg, verkehrt sich die Wirkung jetzt ins Gegenteil: Wenn die reale Produktion sinkt, geht der Welthandel durch den Wegfall der diversen grenzüberschreitenden Zulieferungen um ein Mehrfaches zurück.

 

Nachteilig macht sich auch die erschwerte Außenfinanzierung seit dem Herbst 2008 bemerkbar, denn das internationale Bankensystem hält sich in solchen Krisenzeiten natürlich beim Eingehen zusätzlicher Risiken fast überall zurück. Damit ist der begrenzte Pool zur Export- und Importfinanzierung schneller erschöpft, wodurch reale Aufträge gefährdet und die Krise zusätzlich noch verstärkt wird.

 

WTO-Generalsekretär Lamy warnte Ende März zugleich vor protektionistischen Gegenmaßnahmen, die gerade in verschiedenen Industrieländern lanciert wurden. Der Verlust von Tausenden mit dem Außenhandel verbundener Arbeitsplätze werde durch nationale Alleingänge nicht verhindert, sondern könne eine Kettenreaktion von Beschränkungen auslösen und somit noch mehr Jobs gefährden.

 

April 2009: Weltfinanzgipfel plädiert für freien Welthandel ...

Im neunseitigen Schlusskommunique des Londoner Weltfinanzgipfels spielt der Welthandel zwar nicht die Hauptrolle, gleichwohl hat die G20 die "politische Vorlage aus Genf" durchaus angenommen. So plädieren die beteiligten Staaten explizit für eine offene Weltwirtschaft, insbesondere die Förderung von grenzüberschreitendem Handel und Investitionen und die Ablehnung von Protektionismus.

 

Besonderes Augenmerk legte der Gipfel auch auf die Außenhandelsfinanzierung: Ziel ist die Bereitstellung von mindestens 250 Bio. $ in den nächsten beiden Jahren - Handelsfinanzierung sowohl in Form von nationalen Exportkrediten und Investitionsagenturen als auch über die multilateralen Entwicklungsbanken (MDBs). Ferner sollen die nationalen Regulierer die nötige Flexibilität in Bezug auf die Kapitalanforderungen an die Banken bei der Handelsfinanzierung zeigen.

 

Last but not least wiederholen die G20-Staaten ihre Verpflichtung zu einem substantiellen und ausgewogenen Abschluss der Doha-Entwicklungsrunde, wodurch die Weltwirtschaft Impulse von 150 Mrd. $ jährlich erhalten könnte. Für die dazu nötigen Kompromisse darf man zum einen auf den Ausgang der Parlamentswahlen Mitte Mai beim wichtigen Schwellenland Indien gespannt sein. Zum anderen hängt natürlich viel von der handelspolitischen Ausrichtung der neuen US-Regierung Obamas und seines Handelsministers Gary Locke ab, wobei der demokratisch dominierte Kongress immer wieder mit protektionistischen Maßnahmen ("buy American") liebäugelt.

 

... und IWF-Frühjahrstagung bekräftigt diesen Appell

Auch auf der Frühjahrstagung von IWF und Weltbank Ende April in Washington betonten die Teilnehmerstaaten ihre Absicht, Protektionismus möglichst zu vermeiden. Zugleich forderten sie den baldigen Abschluss der Doha-Runde, um die Erholung der Weltwirtschaft zu unterstützen. Mit der geplanten Aufstockung der IWF-Ressourcen sollen zudem die Kreditvergabemöglichkeiten des Fonds an von der Finanzkrise besonders betroffene Länder verbessert werden. Dies dürfte auch deren Importfähigkeiten "optisch unterstützen" und somit den Welthandel stabilisieren helfen.

 

WTO-Generalsekretär Lamy betonte zuletzt immer wieder, dass über 80 % der Hausaufgaben der Doha-Runde schon gemacht seien. Angesichts der gewaltigen Anstrengungen zur Bewältigung der globalen Finanzkrise bzw. zur Verhinderung einer Wiederholung dürften die Prioritäten der meisten Regierungen derzeit aber eher auf anderen Feldern liegen. Ein Abschluss der Doha-Runde noch in 2009 ist daher eher unwahrscheinlich.

 

© Mai 2009, Akademie für Welthandel AG, Frankfurt am Main